Die Modeindustrie ist unumwunden gesagt ein sehr dreckiges, ausbeuterisches Business. Die normalerweise erhältlichen Konsumgüter sind unökologische und massiv überteuerte Massenprodukte, die vor allem den Grossproduzenten und Zwischenhändlern Profit bringen - die Natur leidet und die, oft zu jungen, Arbeiter gehen praktisch leer aus. Die tiefen Preise der Grossproduzenten basieren auf einem simplen Prinzip: Massenproduktion (Industrialisierung) und Preisdiktat (ausbeuterische Globalisierung).
Chic Happens möchte, wie alle anderen auch, erfolgreich sein, aber eben ein bisschen anders: Geld lässt sich auch mit einem guten Gewissen verdienen. "The world around you is a direct result of what you purchase - spend with care". Um dieses Motto umsetzen zu können braucht der Konsument natürlich Alternativen zum industriellen Fashion-Schüttgut.
Daher ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, dass unsere produzierte Ware fair hergestellt wird. (Dies war eine Grundbedingung um überhaupt zu produzieren). Konkret heisst das, die Angestellten des Produzenten arbeiten zu vergleichbaren Bedingungen, wie wir sie selber erwarten würden: normale Arbeitsstunden, Sozialleistungen, fixer Lohn, Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen (Arbeitsrecht). Dies können wir garantieren, weil unser Produzent ein Kleinbetrieb im Privatbesitz ist, dessen indischen Eigentümer und Geschäftsführer wir persönlich kennen. Du findest bei uns keine von Kindern und ausgebeuteten ArbeiterInnen hergestellte Ware.
Im Bereich der Rohstoffe ist dies sehr viel schwerer umzusetzen. Die
Herkunft und "Geschichte" der Materialien ist typischerweise eher
intransparent. Wir ziehen aus genannten Gründen und natürlich auch wegen
der Qualität und dem Tragekomfort natürliche (Seide, Baumwolle, Leinen)
und zellulosische (Viskose) Stoffe den erdölbasierten (Polyester,
Polyamid, Acryl) vor. Umweltgerechte Materialien werden tendenziell auch fairer
hergestellt.
Die meisten unserer Stoffe sind in Europa gewoben.
Die Herkunft der Garne/Fasern jedoch lässt sich normalerweise nicht
eruieren.
Um die Herstellung unserer Prototypen, Kleinserien und Coutureaufträge bewältigen zu können beschäftigen wir in Zürich und Umgebung mehrere SchneiderInnen, diese Produktionsvariante im Inland macht uns flexibel und erlaubt es uns auch auf kurzfristige Bedürfnisse zu reagieren.



